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Aktuelles



Es ist ja beinahe eine Schande, eine Seite "Aktuelles" zu betiteln und einen obersten Eintrag vom Oktober 2008 (mittlerweile gelöscht, obwohl meine Brandrede über die Falschinformation zu Schweizer-Franken-Krediten nach wie vor aktuell wäre) auf die zu präsentieren. Ich gelobe Besserung. Halt, wirklich?
Die Online-Medienlandschaft hat sich verändert - wir schreiben uns unseren Status auf Facebook von der Seele und zwitschern munter durchs Netz. Gefühlte 90% dieser Inhalte sind nicht wirklich relevantes Wissen und für die Nachwelt zu erhalten - aber nun gut. Wer mich für die täglichen und wöchentlichen Befindlichkeiten sucht, findet mich auf Facebook.
Ab und zu versuche ich aber doch, ein paar wichtige aktuelle Sachen auch hier zu veröffentlichen - für konstruktive Kommentare bin ich natürlich dankbar.
 
 

24. Jänner 2010
Neue Perspektiven

Nur noch eine Woche - dann geht es los im Amt der Stadt Bludenz! Ein neuer Job mit neuen Herausforderungen wartet auf mich. Ich bin fest entschlossen, nach den drei Jahren im Gemeindeamt wieder richtig Gas zu geben und mich voll einzubringen - genauso wie nach den Wahlen am 14. März 2010 auch in meiner Heimatgemeinde Mäder in der Gemeindevertretung. Dazu dann aber in Kürze mehr...

 

01. Jänner 2008 - Umzug abgeschlossen

Lange hat es gedauert, oft denkt man sich, dass es nie fertig wird. Doch dann ist der Bau endlich trocken, und binnen 2 Wochen ist plötzlich alles da - Küche, Bad, Fliesen und Böden, Lampen, Möbel... Nach einer intensiven Umzugsphase ist es jetzt amtlich - es gilt die neue Adresse im schönen Ort Mäder.

Nach einer ersten Verkehrszählung komme ich zum Schluß, daß die Zahl der Autos vor meinem Fenster die gleiche ist - nur jetzt pro Tag anstatt pro Minute.

 

November 2007 - Die Krux mit der Gewährleistung

Mit Sicherheit gibt es immer wieder Konsumenten, die das Instrument der Gewährleistung prächtig ausnutzen und damit einen nicht unerheblichen Profit erwirtschaften und zugleich uns allen schaden.
In aller Kürze: Ein Verkäufer einer Ware muss dafür "bürgen" - Gewähr leisten - dass die von ihm verkaufte Ware zum Zeitpunkt der Übergabe (zu beachten!) fehlerfrei ist/war. Nachdem das ohne aufwendiges Sachverständigengutachten gar nichts aussagt, greift in den ersten 6 Monaten die Umkehr der Beweislast: Es wird vermutet, dass der Mangel schon von Anfang an bestand.

Gerade bei schnell veralteten und kurzlebigen Gütern wie etwa Elektronik lässt sich das natürlich bis ins Unendliche missbrauchen. Die Kosten, die einem Händler durch die Gewährleistungsfälle erwachsen, sind immens. Und da das Geld entgegen der landläufigen Meinung eben nicht auf Bäumen wächst, werden diese Kosten auf die Preise aller Produkte irgendwo aufgeschlagen.
Mittelfristig beißt sich die Katze also in ihren eigenen "Geiz ist Geil-Schwanz".

Dennoch ist die Gewährleistung ein wichtiges Instrument, um den Konsumenten abzusichern, wie etwa im unten beschriebenen Fall von Cyberport.
Die Firma Cyberport ließ es leider nicht auf einen Prozess ankommen - dem firmeneigenen Juristen war die Sache wohl doch etwas zu eindeutig. Im Endeffekt wollte ich ursprünglich meine 750 Euro wieder. Jetzt hat sie die ganze Sache auch ohne Gerichtskosten insgesamt fast 1.200 Euro gekostet. Das lohnt sich.

Da fragt man sich dann am anderen Ende von Geiz ist Geil doch: Ist es wirklich sinnvoll, pauschal einfach alle Ansprüche abzulehnen und sich abzuputzen? Abzuputzen an einer freiwilligen Herstellergarantie? Warum musste ich angesichts dieses klaren Sachverhalts nicht nur mit dem juristischen Säbel rasseln, sondern tatsächlich Klage einbringen?

Liebe Mitarbeiter der Firma Cyberport: Juristen und Rechtsanwälte schreiben unglaublich viel Unsinn. Aber wenn einer mit Titel einen geharnischten Brief schreibt und darin Sätze zu finden sind wie:
"Bei erneuter Ablehnung sehe ich mich gezwungen, die Angelegenheit einer gerichtlichen Klärung zuzuführen"   oder auch
"Bei Verstreichen dieser letzten Nachfrist... ohne weitere Verständigung Klage beim Bezirksgericht einzubringen"
Dann, ja dann wäre es höchste Zeit, das Schreiben und dem Akt eurem Juristen weiterzureichen.

So habe ich zwar mein Geld und ein befreundeter Anwalt auch sein Geld bekommen - aber Cyberport hat nicht nur einen Kunden verloren.


24. August 2007 - Kleine Nachhilfe in Sachen Gewährleistung

Wollen wir doch mal sehen, ob wir das Grundverständnis einiger Unternehmen in Punkto Gewährleistung nicht erneuern können.
Nachdem ich mich seit Februar mit der nicht gerade unbekannten Firma Cyberport herumgeschlagen habe, habe ich mich heute richtig mit ihnen angelegt und Klage eingebracht.
Wer meint, man müsse diverse Briefe nur mit dem bösen Titel "Mag. iur." unterschreiben, und alles löse sich in Wohlgefallen auf, der irrt. Nach drei erfolglosen Reparaturen mit jedes Mal 6 Wochen Wartezeit hat sich die Firma Cyberport dazu verstiegen, mir das schöne defekte Gerät zurückzunehmen und für effektiv 3 Wochen Benützung 25% Wertabschlag anzurechnen. Das schreibe der Hersteller so vor, es sei ohnehin schon kulant, eigentlich müsse man noch mehr abziehen.
Aha. Mehr oder weniger spontan fallen mir da ein paar Detailfragen ein. Zum Beispiel, seit wann die Gewährleistung jetzt Sache der Herstellers ist. Woraus sich der "angemessene Abschlag von 25%" ableiten läßt, bewegt mich auch.
Sätze am Telefon, ich möge als Titel in den Brief "Rücktritt vom Kaufvertrag" schreiben statt "Geltendmachung der Gewährleitung - Wandlung", da man sonst in der Annahmestelle das Paket nicht einordnen könne, runden das perfekte Gesamtbild ab. Also gut - Schönen guten Morgen nach Wien, dann klären wir es eben im Namen der Republik.