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Ausbildung und Studium          



Nach 8 Jahren Gymnasium, wo einem doch alles erklärt wurde, und einem Jahr beim Heer, wo einem erst recht alles erklärt wurde, ging es im Wintersemester 2000/01 an die Universität Innsbruck zum Studium der Rechtswissenschaften. Schnell erkannte ich, daß dieses Studium und sein Inhalt gänzlich anders sein würden, als ich es mir vorgestellt hatte - im Endeffekt wurde es interessanter als ich gedacht hatte.

Rückblickend muß mit Sicherheit bei einigen Details die Sinnfrage erlaubt sein - so viel Fairness muß sein! Weswegen wurde ich im Fach "Rechtsgeschichte" über die Neuanschaffung der Abfangjäger in Österreich geprüft? Weshalb dauerte meine mündliche Prüfung aus Bürgerlichem Recht 3,5 Stunden? Und was ist denn nun nach des Prüfers Meinung eine "Zahlung"? (Meine Meinung darüber entsprach übrigens der Lehrmeinung von Koziol-Welser, das Standard-Lehrbuch des österreichischen Bürgerlichen Rechts...) Manche Dinge werde ich wohl nie erfahren...

Dank meines Engagements bei ELSA, der Europäischen Jus-Studenten-Vereinigung, durfte ich auch die universitäre Bürokratie aus erster Hand kennenlernen. Für die diversen Marathon-Sitzungen bin ich den Leuten der Universität jedenfalls bis heute dankbar.

Am 6. März 2006 konnte ich schlußendlich an der Universität Wien mit Völkerrecht meine letzte Prüfung absolvieren. Bis zur effektiven Eintragung der letzten Note dauerte es dann leider doch nochmal eine Weile, sodaß ich am 20. April den Bescheid über den akademischen Grad des Magister der Rechtswissenschaften erhielt.

An die Universität Wien zu wechseln war ein Entschluß, der mir alles andere als leicht gefallen ist - der Grund ist in erster Linie, daß ich mit diversen Prüfern an der Universität Innsbruck - wahrscheinlich auch aufgrund meines ELSA-Engagements - diverse Differenzen hatte, weswegen mir im Sinne eines baldigen Studienabschlusses nur ein Universitätswechsel blieb - man bedenke, daß ich unter normalen Umständen in Innsbruck bereits abgeschlossen hätte. 

Auch meine Diplomarbeit zum Thema "Wettbewerb und Ladenschluß" war zu dem Zeitpunkt bereits fertiggestellt.

An dieser Stelle möchte ich mich bei meinem langjährigen Freund und ELSA-Mitstreiter, Andreas Nagy aus Wien, herzlich bedanken. Ohne seine Unterstützung hätte ich den Universitätswechsel wohl nicht geschafft.